Vinyl vs Mp3

Die Diskussion ist Uralt. Es geht um Vinyl vs. Mp3. In diesem Artikel geht es mir allerdings um etwas, was in der Diskussion eher kaum angesprochen wird, meiner Meinung nach allerdings den Kern der Sache ausmacht. Es geht um den Klang von Platten im Vergleich zu Mp3s. Da scheint es doch einige Misverständnisse zu geben, was die Qualität und schließlich auch den Gesamteindruck im Club ausmachen.

Ich denke das Problem, was viele mit dem Klang von Mp3s (oder auch waves, egal) haben ist ein Problem des Masterings. Klar, erstmal denkt man, digital hätte ja die bessere Qualität und klingt “klarer” usw. Das stimmt auch erstmal. Jedoch fehlt es den digitalen Releases aufgrund des extra dafür angewendeten Masterings häufig an Dynamik. Also der subjektive Lautstärkeeindruck ist bei digitalen Veröffentlichungen weitaus höher als bei analogen. Das liegt an den bauartbedingten Einschränkungen einer Schallplatte. Hier muss man auf verschiedenste Frequenzen achten, damit die Platte überhaupt laufen kann.
Das entfällt natürlich bei digitaler Musik. Da kann man alles an Lautheit rausholen was geht. Das führt allerdings dazu, dass im Club die digitalen Tracks im Endeffekt schwächer klingen als Platten. Denn dort ist die Lautstärke der Anlage ja erstmal unbegrenzt. Platten setzen sich dort aufgrund der höheren Dynamik dann besser durch, wenn der Pegel ein wenig angehoben wird.

Deswegen denke ich, dass es nichts Esoterisches hat, wenn man den Klang von Platten einfach als angenehmer und auch druckvoller empfindet. Es steckt mehr “Leben” drin.

Für mich käme es allein schon aus klanglichen Gründen deshalb nicht in Frage, meine Platten gegen Mp3s tauschen zu wollen. Von der Haptik einmal ganz zu schweigen…

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One Response to Vinyl vs Mp3

  1. christian gaßmann says:

    yo sehr feiner objektiver ansatz…

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